Rechtsextremismus in Deutschland
Merkmale, Erklärungsansätze, Handlungsfelder

Der Begriff Rechtsextremismus begegnet uns mit zunehmender Häufigkeit in Medien, Politik und Bildungswesen. Doch was genau versteht man darunter? Welche Einstellungen, Akteur:innen, Organisationsformen und Strategien werden darunter gefasst – und wie lassen sie sich von anderen politischen Strömungen abgrenzen?
Dieses Dossier bietet einen wissenschaftlich fundierten Überblick über zentrale Begriffe, aktuelle Erscheinungsformen und Akteur:innen des Rechtsextremismus. Es beleuchtet thematische Schwerpunkte und typische Diskursstrategien, zeigt auf, welche sozialen und politischen Ursachen die Forschung identifiziert und welche Auswirkungen rechtsextreme Einstellungen und Handlungen auf unsere demokratische Gesellschaft haben. Abschließend folgen Handlungsperspektiven, Präventionsansätze und Beratungsangebote, die Menschen und Institutionen dabei unterstützen können, Rechtsextremismus kompetent zu erkennen und ihm wirksam entgegenzutreten. Eine Literaturliste zum Weiterlesen, Beratungsangebote sowie weiterführende Links, die vertiefende Einblicke in das Thema ermöglichen, ergänzen das Dossier.
Ziel ist es, eine verständliche und zugleich differenzierte Orientierung zu bieten – für Lehrkräfte, Einrichtungen der politischen Bildung, Politik- und Medienschaffende und für alle, die sich eingehender mit dem Thema befassen möchten.
Die Autor:innen dieses Textes sind am Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex) der Universität Tübingen tätig.

Was ist eigentlich Rechtsextremismus?
Merkmale und Abgrenzung
Für Ideen und Akteur:innen, die der extremen Rechten zugeordnet werden können, existiert eine Vielzahl von Begriffen, die häufig synonym verwendet werden – von Neofaschismus über Rechtsradikalismus und Rechtspopulismus bis hin zu Rechtsextremismus. Letzterer ist in Deutschland vor allem ein politischer und behördlicher Begriff, den das Bundesamt für Verfassungsschutz in den 1970er-Jahren eingeführt hat, um Akteur:innen einzuordnen und zu entscheiden, ob sie beobachtet werden sollen. In der Theorie beschreibt der Begriff das politische Spektrum jenseits des demokratischen Konservatismus. In der Praxis ist er durch Grauzonen geprägt, die eine genaue Abgrenzung erschweren. Das wissenschaftliche Konzept der „extremen Rechten“ (s.u.) trägt den Schwierigkeiten bei der Einordnung Rechnung.
Hinweis: Ein Mouseover beim -Symbol zeigt die jeweilige Literaturquelle an.
Was extrem rechte Ideologien verbindet
Auch in der Forschung existiert kein einheitlicher Begriff von Rechtsextremismus; stattdessen gibt es eine Vielzahl von Definitionen. In Deutschland einigte man sich in der Sozialwissenschaft 2001 auf eine sogenannte Konsensdefinition von Rechtsextremismus. Sie umfasst sowohl Einstellungen als auch Handlungen, deren verbindendes Merkmal die Ablehnung von Gleichheit und demokratischen Grundwerten ist. Birgit Rommelspacher ergänzte 2009 das Merkmal „natürliche Hierarchien“, um zu verdeutlichen, dass Rechtsextremismus als politisierte Form des Rassismus verstanden werden kann.
Zwei zentrale ideologische Merkmale
In der internationalen Rechtsextremismusforschung wird zunehmend der Oberbegriff „extreme Rechte“ bzw. „rechtsaußen“ (engl.: far right) verwendet, der verschiedene Ausprägungen zusammenfasst.
Zwei zentrale ideologische Merkmale dieser Strömungen sind Nativismus und Autoritarismus:
Rechtsradikal, rechtsextrem und extreme Rechte: Was ist der Unterschied?
Die extreme Rechte umfasst sowohl rechtsradikale als auch rechtsextreme Akteur:innen.
Rechtsradikale Parteien und Bewegungen respektieren (zumindest in der Theorie) einige Grundregeln der liberalen Demokratie wie etwa freie Wahlen, stehen aber in anderen Punkten, etwa dem Schutz von Minderheitenrechten oder politischem Pluralismus, im Widerspruch zu liberal-demokratischen Prinzipien. Rechtsextreme Parteien und Bewegungen hingegen sind per Definition sowohl antiliberal als auch antidemokratisch und lehnen die Grundprinzipien der parlamentarischen Demokratie ab – mit oder ohne Gewalt.
Quellen
Quellen
Amlinger, Carolin, und Oliver Nachtwey. Gekränkte Freiheit: Aspekte des libertären Autoritarismus. Suhrkamp Verlag, 2022.
Birsl, Ursula. „Die Demokratie und ihre Gegenbewegungen: eine kritische (Selbst‑) Reflexion zu Begriffen und Referenzrahmen in der Rechtsextremismusforschung.“ Politische Vierteljahresschrift 59, Nr. 2 (2018): 371-384.
Birsl, Ursula, und Matthias Quent. „Rechtsextremismus: Ideologie, Terminologie und Kontexte.“ In Handbuch Rechtsextremismus, herausgegeben von Fabian Virchow, Anke Hoffstadt, Cordelia Heß, und Alexander Häusler. S. 1-29. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden, 2025.
Frankenberger, Rolf, Reiner Baur, Markus Rieger-Ladich, Josef Schmid, Barbara Stauber, Ansgar Thiel und Tanja Thomas. „Researching far right extremism—a transdisciplinary, lifeworld, and political culture perspective.“ Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft, Nr. 17 (2023): 275–295.
Jaschke, Hans-Gerd. Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit: Begriffe, Positionen, Praxisfelder. Springer-Verlag, 2013.
Leidinger, Christiane, und Heike Radvan. „Extrem rechte Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen in Mecklenburg-Vorpommern seit 1990 – eine erste Spurensuche.“ Sozialraum, Radikalisierung und Demokratiefeindlichkeit im Nordosten, herausgegeben von RAA Mecklenburg-Vorpommern, S. 177-196. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht Verlage, 2026.
Mudde, Cas. The Far Right Today. Polity Press, 2019.
Pirro, Andrea LP. „Far right: The significance of an umbrella concept.“ Nations and Nationalism 29, Nr. 1 (2023): 101-112.
Rommelspacher, Birgit. „Was ist eigentlich Rassismus.“ In Rassismuskritik. Band 1: Rassismustheorie und -forschung, herausgegeben von Klaus Melter und Paul Mecheril, S.25-38. Schwalbach/Ts: Wochenschau Verlag, 2011.
Schilk, Felix, Hans-Ulrich Probst, Valerie Müller-Huschke, Amma Rosa Ostern und Kilian Hüfner (Hrsg.). Hybrider Rechtsextremismus. Hegemonie und Eskapismus in (extrem) rechten Netzwerken, Kulturen und Narrativen. Bielefeld: transcript Verlag, 2025. Open Source: https://www.transcript-verlag.de/978-3-8394-4701-7.
Virchow, Fabian, Martin Langebach und Alexander Häusler. Handbuch Rechtsextremismus. Springer-Verlag, 2016.
Was bedeutet „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ (GMF)?
Gerade im Kontext von Rechtsextremismus fällt häufig der Begriff „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“, abgekürzt GMF. Er bezeichnet unterschiedliche Formen der Abwertung von konstruierten Menschengruppen.
Was damit genau gemeint ist, wie Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit entsteht und welche Folgen sie hat, erklärt dieses Video.
Wer sind die zentralen Akteur:innen der extremen Rechten?
Parteien, Bewegungen, Subkulturen und Medien
Die extreme Rechte tritt gegenwärtig auf sehr unterschiedliche Weise in Erscheinung. Zu den zentralen Organisationsformen zählen politische Parteien (zum Teil in Parlamenten vertreten), außerparlamentarische Bewegungen bzw. Bewegungsorganisationen und Subkulturen. Zudem spielen einzelne Akteur:innen wie etwa rechtsextreme Medienschaffende oder Influencer:innen eine zunehmend wichtige Rolle.
Extrem rechte Gruppierungen unterscheiden sich mitunter stark in ihren organisatorischen und ideologischen Eigenschaften sowie ihren konkreten politischen Zielen. Während die extreme Rechte als Strömung eine politische und gesellschaftliche Konstante ist, sind die einzelnen Akteur:innen und Gruppierungen typischerweise fluide und teils temporär.
Extrem rechte Parteien
Extrem rechte Parteien streben oftmals politische Ämter an. Sie nehmen daher trotz einer antidemokratischen bzw. antiliberalen Ideologie an demokratischen Wahlen teil. In einigen Ländern und Regionen kommen extrem rechte Parteien über demokratische Wahlen an die Regierungsmacht. Stilistisch bedienen sich diese Parteien oft eines populistischen Diskurses, der die sogenannten „Eliten“ kritisiert und delegitimiert sowie an das „einfache“ Volk appelliert.
Organisatorisch variieren extrem rechte Parteien im bundesdeutschen sowie internationalen Vergleich stark; so können sie als Volkspartei mit zahlreichen Unterorganisationen, als Kleinstpartei mit wenigen Mitgliedern wie auch als Ein-Personen-Partei auftreten.
Aus politikwissenschaftlicher Sicht zählen sehr unterschiedliche Akteur:innen zum parteipolitischen Spektrum der extremen Rechten in Deutschland: Es reicht von kleineren, teils auch nur lokal bzw. regional aktiven Gruppierungen bis hin zu im bundespolitischen Raum deutlich präsenten Kräften wie der Alternative für Deutschland (AfD). In diesem breiten Feld werden Parteien wie etwa der Dritte Weg (III. Weg), Die Heimat (ehemals Nationaldemokratische Partei Deutschlands, NPD), die Freien Sachsen oder die inzwischen weitgehend unbedeutenden Republikaner (REP) verortet.
Extrem rechte Bewegungen bzw. Bewegungsorganisationen
Extrem rechte Bewegungen bestehen aus einer Vielzahl einzelner, außerparlamentarischer Organisationen. Dazu zählen mitgliederstarke, vergleichsweise gut strukturierte und finanziell abgesicherte Akteur:innen ebenso wie lose Zusammenschlüsse. Sie sind auf sehr unterschiedliche Weise politisch aktiv – zum Beispiel mit Demonstrationen und Aufmärschen, aber auch im Bereich der extrem rechten Wissensproduktion und -verbreitung.
Zu den zentralen Bewegungsorganisationen der extremen Rechten in Deutschland zählen bzw. zählten PEGIDA und ihre Ableger, die transnational vernetzte Identitäre Bewegung Deutschland (IBD) sowie der Verein „Ein Prozent“. Zur Bewegungsszene gehören darüber hinaus die intellektuell auftretenden Netzwerke der sogenannten „Neuen Rechten“ rund um das ehemalige „Institut für Staatspolitik“ (IfS), dessen Aktivitäten nach der Auflösung im Jahr 2024 maßgeblich in die neu gegründeten Organisationen „Menschenpark Veranstaltungs UG“ und „Metapolitik Verlags UG“ überführt wurden.
Ergänzt wird dieses Spektrum durch zahlreiche lokale und regionale Akteur:innen. Insbesondere seit der COVID-19-Pandemie sind extrem rechte Protestmobilisierungen dezentraler und diffuser geworden.
Extrem rechte Subkulturen
Extrem rechte Subkulturen sind informelle, d. h. nichtinstitutionalisierte Gruppierungen, die eine rechtsextreme Identität und Kultur teilen. Sie beruhen insbesondere auf gemeinsamen Ideen, Symbolen und Praktiken. Extrem rechte Subkulturen können dabei sowohl eine eigenständige, oftmals konspirativ organisierte Subkultur bilden als auch Teil einer größeren Subkultur sein, etwa der Hooligan-Subkultur.
Zu den zentralen extrem rechten Subkulturen in Deutschland zählen bzw. zählten die Szenen von Rechtsrock und rechtem Rap, die Kampfsportvereine der Active Clubs sowie die Skinhead-Szene, die teils enge Überschneidungen mit den sogenannten „Freien Kameradschaften“ hatte.
Extrem rechte Medien
Extrem rechte Medien und Medienschaffende verbreiten rechtsextreme Inhalte auf verschiedensten Medienplattformen, sowohl in klassischen Printprodukten als auch in den sozialen Medien. In Zeiten von Digitalisierung und hybrider Kommunikation spielen sie eine bedeutende Rolle in der Vernetzung, Informationsverbreitung und Mobilisierung der extremen Rechten.
Zu den zentralen extrem rechten Medien und Medienschaffenden in Deutschland zählen bzw. zählten Printangebote wie das Compact Magazin und die Junge Freiheit, Online-Medien sowie Influencer:innen auf digitalen Plattformen wie Instagram, YouTube und TikTok.
Ein Grenzfall sind rechtsalternative Portale wie NIUS oder Apollo News, die maßgeblich extrem rechten Positionen eine Plattform bieten und so den Diskurs von rechts mitprägen.
Worüber redet die extreme Rechte – und wie?
Inhalte, Themen und Strategien im Diskurs
Der Aufstieg der extremen Rechten in Deutschland und Europa hängt eng mit politischen Akteur:innen zusammen, die strategisch Themen (be-)setzen und öffentliche Debatten dominieren. Daher kommen den Inhalten und argumentativen Strategien der extremen Rechten besondere Bedeutung zu.
Die gegenwärtige extreme Rechte bespielt eine Vielzahl an politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Themenfeldern. Ihre zentralen Inhalte beziehen sich auf kultur-, identitäts- und gesellschaftspolitische Fragen wie nationale Identität und Einwanderung, Geschlechter- bzw. Familienpolitik sowie die Bildungspolitik. Darüber hinaus positionieren sich Parteien, Bewegungsorganisationen und Medienschaffende im rechtsextremen Spektrum auch zu (fast) allen aktuellen Themen in der Außen- und Geopolitik, zu Wirtschaft und Finanzen, Umwelt und Klimaschutz sowie zu scheinbar unpolitischen Bereichen wie etwa Essen und Lifestyle.
Wie extrem rechte Diskurse Resonanz gewinnen
Oftmals werden diese Themen mit einer kultur- bzw. identitätspolitischen Polarisierung verknüpft, etwa wenn Initiativen für den Klimaschutz als Teil einer „woken Ideologie“ dargestellt werden. Teils tragen rechtsextreme Akteur:innen damit zu einer stärkeren Politisierung von Politikfeldern und Institutionen bei – von den sogenannten Corona-Regeln über außenpolitische Fragen der Positionierung zu Ländern wie Russland bis hin zur Berufung von Jurist:innen an das Bundesverfassungsgericht.
Extrem rechte Diskursstrategien zielen darauf ab, die Vorherrschaft im öffentlichen Diskurs zu erlangen, d. h. rechtsextreme Ideen und Positionen in der Öffentlichkeit zu verbreiten und zu normalisieren. Damit leisten extrem rechte Akteur:innen der Veralltäglichung rechtsextremer Ideologien Vorschub: Selbst über scheinbar unpolitische Lebensbereiche wie Lifestyle, Ernährung und Fitness wird das zentrale Denkmuster der Ungleichheit und Ungleichwertigkeit von Menschen und kulturellen Identitäten transportiert.
Themenfelder der extremen Rechten
Migration und Integration
Die extreme Rechte in Deutschland und (West-)Europa wird zumeist eng mit dem Politikfeld Einwanderung und Integration assoziiert. Insgesamt dient dieses Politikfeld der extremen Rechten dazu, die eigenen rassistischen, antisemitischen, behinderten- und queerfeindlichen Vorstellungen von der nationalen Identität und der „Volksgemeinschaft“ herauszustellen.
Geschlechterpolitik
Extrem rechte Akteur:innen bespielen auch viele andere Politikfelder. Ein zentrales Thema der extremen Rechten ist seit jeher die Geschlechterpolitik, die von den Akteur:innen zumeist als Familien- bzw. Demografiepolitik gerahmt wird.
Weitere Themenfelder
Die gegenwärtige extreme Rechte macht nicht zuletzt vermehrt positiv besetzte kulturelle Angebote in Bereichen des Alltags und Lifestyles, wie etwa Essen und Ernährung sowie Sport und Fitness.
Diskursstrategien der extremen Rechten
Provokation, Mehrdeutigkeit, Dog Whistles
Zu den zentralen Strategien der extremen Rechten mit dem Ziel, die öffentliche Meinung nach rechts zu verschieben, gehören die gezielte Provokation, die anschließende Selbstverharmlosung sowie die taktische Mehrdeutigkeit.
Provokation
Extrem rechte Akteur:innen, allen voran Parteien und Politiker:innen, treffen in öffentlichen Debatten oftmals Aussagen, die mit gesellschaftlichen und kulturellen Tabus brechen. Auf kritische Nachfragen hin, etwa durch Medien oder die politische Konkurrenz, ziehen sie die provokanten Aussagen dann typischerweise zurück, relativieren oder deuten um, sodass ein aus liberaldemokratischer Sicht akzeptabler Anstrich erhalten bleiben kann. Gleichzeitig haben die ursprünglich tabuüberschreitenden Inhalte damit bereits Eingang in den öffentlichen Diskurs gefunden und können dort weiterwirken.
Strategische Mehrdeutigkeit
Extrem rechte Diskurse sind zudem oft von strategischer Mehrdeutigkeit gekennzeichnet, die es ermöglicht, ideologische Grenzen zu verwischen und politische Isolation zu vermeiden. Indem sie sich in bestimmten Politikfeldern oder ideologischen Fragen nicht festlegen, versuchen rechtsextreme Parteien direkter Kritik zu entgehen, interne Spannungen abzubauen und sich flexibel an die politischen Rahmenbedingungen anzupassen. Etwa präsentieren Parteien in der Kommunikation mit der breiten Öffentlichkeit (in Parteiprogrammen, Fernsehdebatten oder Medieninterviews) häufig ein gemäßigteres Bild, während sie in innerparteilichen Formaten, in internen Publikationen oder in den sozialen Medien eine deutlich radikalere Rhetorik verwenden.
Dog Whistles
Nicht zuletzt spielen sogenannte dog whistles (verschlüsselte Sprache und Codewörter, wörtl. Hundepfeifen) international eine zunehmend wichtige Rolle: Ähnlich wie eine Hundepfeife für Menschen kaum hörbar ist, sind solche codierten Botschaften für die breite Öffentlichkeit oft harmlos, werden aber von bestimmten Gruppen klar als Signal verstanden. Extrem rechte Politiker:innen können so ihre Zugehörigkeit zu einer rechtsextremen Subkultur signalisieren, ohne offen extremistisch zu wirken.
Dog Whistles kommen dabei nicht nur als Wörter oder Zahlencodes vor, wie z.B. die Zahlenkombination 88 (zwei Mal „H“ als achter Buchstabe des Alphabets = „Heil Hitler“). Es können auch scheinbar harmlose Zeichen wie Emojis sein.
Quellen
Quellen
Åkerlund, Mathilda: Dog Whistling far-right Code Words: The Case of ‘Culture Enricher' on the Swedish Web, in: Information, Communication & Society 25 (2022), S. 1808–1825.
Frankenberger, Rolf/Baur, Reiner/Rieger-Ladich, Markus/Schmid, Josef/Stauber, Barbara/Thiel, Ansgar/Thomas, Tanja: Perspektiven für die Rechtsextremismusforschung: Transdisziplinarität, Lebenswelt und politische Kultur, in: Zeitschrift für vergleichende Politikwissenschaft 17 (2023), S. 275–295.
Maly, Ico: Metapolitics, Algorithms and Violence: New Right Activism and Terrorism in the Attention Economy, London 2023.
Wodak, Ruth.The Politics of Fear: The Shameless Normalization of Far-Right Discourse, 2. Aufl., London 2020.
Wie kommt es zum Aufstieg der extremen Rechten?
Was die Erklärungsansätze komplex macht

Die extreme Rechte ist auch nach dem Zweiten Weltkrieg durchgehend Teil westlicher Demokratien geblieben. Rechtsextreme Einstellungen bestanden in Teilen der europäischen Gesellschaften fort, während sowohl ältere als auch neu entstandene Parteiakteur:innen politisch aktiv waren. Dennoch blieben extrem rechte Parteien im Nachkriegseuropa in den meisten Ländern lange marginal und waren nur selten prominent in Parlamenten vertreten.
Seit der Jahrtausendwende jedoch ist in Deutschland, Europa und der Welt ein deutlicher Anstieg der extremen Rechten zu beobachten. Extrem rechte Parteien stellen mittlerweile nicht nur häufig eine starke Opposition, sondern übernehmen in immer mehr Ländern auch Regierungsverantwortung.
Eine Vielzahl von Faktoren
Das Feld der extremen Rechten hat sich im 21. Jahrhundert diversifiziert. Es ist insbesondere jünger und weiblicher geworden. Damit werden Versuche der Ursachenerklärung für den Anstieg der extremen Rechten komplexer.
In der Forschung liegen verschiedene Erklärungsansätze für das Entstehen von Rechtsextremismus vor. Wichtig ist: Es gibt nicht „den einen“ und damit richtigen Ansatz, vielmehr greifen gesellschaftlich und individuell immer mehrere Faktoren ineinander. Wissenschaftliche Erklärungsansätze nennen u. a. wirtschaftliche, politische, gesellschaftliche und kulturelle Faktoren, die mit dem Aufstieg der extremen Rechten zusammenhängen. So können wirtschaftliche Krisen die extreme Rechte stärken.
Außerdem spielen gewisse geografisch-strukturelle Faktoren eine Rolle: In vielen Ländern besteht ein Stadt-Land-Gefälle in rechtsextremen Einstellungen, Wahlentscheidungen und Aktivitäten, wobei die extreme Rechte längst nicht nur in ländlichen Regionen, sondern auch in urbanen Kontexten stark ist.
Nachfrage und Angebot
Politikwissenschaftliche Ansätze unterscheiden vereinfachend zwischen der Nachfrage nach und dem Angebot von extrem rechten Akteur:innen und Ideologien. Diese stellen fest, dass eine gewisse Nachfrage stets vorhanden ist – etwa unter rassistisch oder antisemitisch eingestellten Wähler:innen, die rechtsextremen Parteien ihre Stimme geben. Gleichsam betonen sie, dass der Anstieg der extremen Rechten mit dem vorhandenen Angebot an rechtsextremen Inhalten – Weltanschauungen, Erzählungen, Symboliken – erklärt werden muss.
Ursachen auf der Nachfrageseite
Ursachen auf der Nachfrageseite
Ein zentraler Faktor für den Aufstieg der extremen Rechten ist die wachsende Nachfrage nach ihren Akteur:innen und Ideologien. Soziologische Theorien erklären die steigende Nachfrage durch gesellschaftliche Prozesse wie Modernisierung, Individualisierung, Desintegration und die sogenannte relative Deprivation (das subjektive Gefühl, gegenüber anderen Personen oder Gruppen ungerechtfertigt benachteiligt zu sein). Aus dieser Perspektive speist sich die Nachfrage nach Rechtsextremismus also häufig aus sozioökonomischen Unsicherheiten, etwa durch steigende Lebenshaltungskosten, die bei Teilen der Bevölkerung Abstiegsängste und das Gefühl von Kontrollverlust hervorrufen. Kritisch muss allerdings angemerkt werden, dass Deprivationsansätze oft politisch mobilisiert werden, um etwa rechtsextremes Wahlverhalten zu relativieren.
Psychologische und sozialisationstheoretische Ansätze nennen zudem den Einfluss von autoritären und rigiden Erziehungsstilen auf die Entwicklung rechtsextremer Einstellungen und Praktiken. Historische Perspektiven betonen für Deutschland das Erbe der postnationalsozialistischen Gesellschaft ebenso wie die politische Kultur, die sich in Sozialräumen und innerfamiliär tradiert. Nicht zuletzt diskutieren politikwissenschaftliche Ansätze die Rolle von der sogenannten politischen Entfremdung und des Vertrauensverlusts in etablierte Parteien und Institutionen, die als abgehoben oder handlungsunfähig wahrgenommen werden.
Wichtig jedoch ist: Die Nachfrage allein führt nicht automatisch zu starkem Rechtsextremismus. Vielmehr spielt das Angebot an extrem rechten Ideologien und Akteur:innen wie Parteien und Bewegungen eine zentrale Rolle. Tatsächlich greifen extrem rechte Akteur:innen gezielt Themen wie Migration, kultureller Wandel und nationale Sicherheit häufig auf. Insbesondere in Krisenzeiten stoßen sie damit auf große gesellschaftliche Resonanz.
Gründe auf der Angebotsseite
Gründe auf der Angebotsseite
Auf der Angebotsseite hat sich die extreme Rechte in vielen Ländern im 21. Jahrhundert strategisch und organisatorisch weiterentwickelt. Extrem rechte Parteien treten zunehmend als professionelle politische Akteur:innen auf, passen ihre Rhetorik an, vermeiden offene Radikalität und präsentieren sich als „bürgernahe“ und „systemkritische“ Alternative.
Auch programmatisch haben viele extrem rechte Akteur:innen ihr Angebot erweitert, sodass sie mehr Menschen direkt ansprechen. Die Schwäche oder programmatische Unklarheit etablierter Parteien können diesen Prozess zusätzlich begünstigen, da sie politischen Raum öffnen, den extrem rechte Akteur:innen gezielt besetzen können.
Nicht zuletzt spielen sowohl traditionelle als auch neue Medien eine besondere Rolle für den Aufstieg der extremen Rechten. Etablierte Medien wie etwa der öffentlich-rechtliche Rundfunk oder private Sender geben extrem rechten Politiker:innen oft eine Bühne, auf der sie – etwa in Talkshows oder Interviews – ihre Botschaften verbreiten können. Zudem nutzen extrem rechte Akteur:innen soziale Medien und digitale Plattformen effektiv, um ihre Botschaften zu verbreiten, sogenannte Gegenöffentlichkeiten zur liberaldemokratischen Diskursräumen zu schaffen und traditionelle Medien zu umgehen.
Wie wirkt sich die Zunahme rechtsextremer Ideologien aus?
Die Folgen für Gesellschaft und Politik
Die globale Zunahme an rechtsextremen Ideologien und der Aufstieg extrem rechter Akteur:innen im 21. Jahrhundert haben weitreichende Auswirkungen auf Gesellschaft, Politik, Medien und staatliche Institutionen – insbesondere für die direkt Betroffenen von extrem rechter Gewalt.
Extrem rechte Gewalt
Extrem rechte Einflussnahme führt zu einer Zunahme von gesellschaftlicher Ausgrenzung, Diskriminierung und rechtsextrem motivierten Straf- und Gewalttaten. Laut der Statistik zur politisch motivierten Kriminalität (PMK), jährlich veröffentlicht durch das Bundeskriminalamt, stiegen rechtsmotivierte Straf- und Gewalttaten zu Beginn der 2020er Jahre deutlich an – ein Beleg für die zunehmende Gewaltbereitschaft und Normalisierung von Gewalt in rechtsextremen Kreisen (BMI Factsheet 2025).
An dieser Stelle ist wichtig anzumerken, dass zivilgesellschaftliche Monitoring- und Beratungsstellen regelmäßig mehr rechtsextreme Gewalttaten dokumentieren als die Behörden. Dies wird unter anderem darauf zurückgeführt, dass rechtsextreme Tatmotive von den Polizeibehörden nicht in allen Fällen erkannt oder als solche eingestuft werden. Die zivilgesellschaftlichen Erhebungen legen daher nahe, dass das Ausmaß rechter Gewalt in den offiziellen Statistiken zumindest teilweise untererfasst sein könnte.
Rechtsextreme Gewalttaten richten sich zumeist gegen marginalisierte Gruppen wie Menschen mit realer oder angenommener Migrationsgeschichte, Menschen mit Behinderungen oder Mitglieder der LSBTTIQ*-Community. Auch politische Gegner:innen wie etwa antifaschistische Aktivist:innen oder Mitglieder demokratischer Parteien zählen zu den Betroffenen von rechtsextremer Gewalt, insbesondere in Kontexten, in denen die extreme Rechte im öffentlichen Raum dominant ist.
Symbolische und physische Gewalt wird von Rechtsextremen unter Berufung auf rassistische, antisemitische und antifeministische Narrative legitimiert.
Rechtsterrorismus
In besonders drastischer Form äußert sich die Gewaltbereitschaft der extremen Rechten im Rechtsterrorismus, der in Deutschland in den vergangenen Jahren wiederholt tödliche Anschläge hervorgebracht hat. Beispiele hierfür sind die Mordserie des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU, 2000-2007), der antisemitische und rassistische Anschlag in Halle sowie die Ermordung von Walter Lübcke im Jahr 2019 sowie der rassistische Anschlag in Hanau im Jahr 2020.
Diese Taten verdeutlichen, dass rechtsextreme Ideologien nicht nur häufig zu Gewalttaten, sondern auch zu strategisch geplanten terroristischen Angriffen führen können, die gezielt Angst verbreiten und demokratische Grundwerte angreifen.

Normalisierung extrem rechter Positionen und Gefährdung der Demokratie
In der Politik bewirkt die zunehmende Stärke extrem rechter Parteien unter anderem die Normalisierung und Legitimierung von ausschließenden und autoritären Positionen. Zudem erfolgt eine verstärkte Polarisierung politischer Debatten, was demokratische Institutionen und den Minderheitenschutz unter Druck setzen kann. Nicht zuletzt wird in vielen Fällen die Bildung stabiler Regierungskoalitionen erschwert, wenn extrem Rechte Parteien stark in den Parlamenten vertreten sind.
Internationale Erfahrungen und wissenschaftliche Studien zeigen, dass demokratische Institutionen gefährdet sind, wenn extrem rechte Parteien Regierungsverantwortung übernehmen. In Ländern wie Ungarn, Polen, Italien sowie den USA und Brasilien haben extrem rechte Regierungen gezielt die Demokratie und den Rechtsstaat abgebaut bzw. geschwächt. Dazu zählt häufig auch die unabhängige Justiz – etwa beschneiden sie die Befugnisse von Verfassungsgerichten. Mit der politischen Einflussnahme geht dann oft die Instrumentalisierung der Justiz mit dem Ziel der gezielten Verfolgung und/oder der Ausschaltung politischer Gegner:innen einher.
Neben den Angriffen auf die Gewaltenteilung unternehmen Rechtsextreme in Regierungsverantwortung auch Schritte zur Kontrolle der unabhängigen Medien. Demokratisch verankerte Medien, allen voran der öffentlich-rechtliche Rundfunk, werden z. B. systematisch ökonomisch geschwächt. Auf kultureller Ebene prägt die extreme Rechte in Machtpositionen typischerweise nationalistische Narrative und Mythen, die insbesondere im Bildungssystem wie etwa in Lehrplänen und schulischen Materialien sowie in der staatlichen Erinnerungspolitik zum Tragen kommen.
Schlussendlich hebeln rechtsextreme Politiker:innen auch die Grundpfeiler des demokratischen Systems aus – auch wenn sie oft durch diese Systeme selbst an die Macht gekommen sind. So greift die extreme Rechte oft in das Wahlrecht ein, wobei sie Wahlen nicht vollends abschaffen will, sondern die Freiheit und Gleichheit der Wahlberechtigten einzuschränken versucht.

Was tun gegen Rechtsextremismus?
Handlungsperspektiven und Strategien
Vor dem Hintergrund des globalen Aufstiegs der extremen Rechten und der weitreichenden Auswirkungen von rechtsextremen Dominanzbestrebungen wenden sich immer mehr Forschende und politische Bildner:innen der Frage zu, was gegen den Rechtsextremismus getan werden kann. Es gibt sehr verschiedene Interventionsmöglichkeiten, um extrem rechten Einflussnahmen und Dominanzbestrebungen wirksam entgegenzutreten.
Die politikwissenschaftliche Forschung zeigt zwar, dass es kein Allheilmittel gegen den Aufstieg und die Verankerung von extrem rechten politischen Akteur:innen gibt. Zugleich verweist sie aber auf mögliche Handlungsansätze, insbesondere auf das Potenzial einer mehrdimensionalen Abgrenzungsstrategie.
Anpassung
Viele demokratische Parteien passen sich der extremen Rechten an und übernehmen Positionen und Diskurse in der Hoffnung, Wähler:innen „zurückzugewinnen“. Die Forschung zeigt jedoch deutlich, dass die Strategie der Anpassung rechtsextreme Ideologien und Akteur:innen normalisiert und legitimiert – und damit zu deren Stärkung beiträgt.
Konfrontation
Ein anderer (politischer) Ansatz zum Umgang mit der extremen Rechten besteht in der Konfrontation – etwa in medialen Interviews und Talkshows oder auf Podiumsdiskussionen, oftmals mit dem Ziel, die Politiker:innen und Parteien zu „entzaubern“. Allerdings zeigen Forschungsergebnisse, dass diese Strategie nur bedingt Erfolg verspricht: Jegliche Präsenz extrem rechter Positionen in öffentlichen (Medien-)Debatten führt zu einer weiteren Normalisierung und Legitimierung der Positionen und Sprecher:innen.
Die Strategie der Abgrenzung
Im Hinblick auf den begrenzten Erfolg der Strategien von Anpassung und Konfrontation benennt die politikwissenschaftliche Forschung die Strategie der Abgrenzung, also des Ausschlusses extrem rechter Parteien von Regierungsbündnissen und die klare Ablehnung rechtsextremer Narrative. Abgrenzung entfaltet ihre größte Wirkung, wenn sie mehrdimensional angelegt ist – also medial, parteipolitisch und gesellschaftlich erfolgt – und konsequent mit Gegenmobilisierung verbunden wird.
Soziale Bewegungen

Über parteienzentrierte Ansätze hinaus untersuchen Forschende auch die Einflussmöglichkeiten sozialer Bewegungen, mit denen demokratische Kultur nicht nur erweitert und etabliert wurde und wird, sondern auch abgesichert. Zu verweisen ist hierbei auf die Arbeit von Gruppierungen und communities, die von extrem rechter Gewalt betroffen sind und sich – abhängig von Ressourcen und gesellschaftlicher Anerkennung – hiergegen zur Wehr setzen. Relevant sind u.a. Ansätze des community organizing, der Bildungsarbeit und der Solidarisierung.
Pädagogisches Handeln
Nicht zuletzt wurde und wird der Rechtsextremismus immer auch pädagogisiert und durch pädagogisches Handeln aufgegriffen. In den vergangenen 30 Jahren wurden hierbei sehr verschiedene Ansätze in der Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention entwickelt ebenso wie Ansätze der politischen und kulturellen Bildungsarbeit und Demokratiebildung.
Dabei sollen Ansätze der Primärprävention demokratische und menschenrechtliche Orientierungen stärken, bevor rechtsextreme Einstellungen überhaupt entstehen. Maßnahmen der Sekundärprävention intervenieren dann bei ersten rechtsextremen Tendenzen. Die Tertiärprävention schließlich arbeitet mit bereits gefestigt rechtsextrem orientierten Personen und zielt auf Distanzierung und Ausstieg.
Quellen
Quellen
Raab, Michael, und Heike Radvan. „Man muss lernen, sich zu bewegen“. Erfahrungen verschiedener Betroffenengruppen mit rechter Dominanz in Cottbus. Handlungsstrategien und Umgangsweisen.” Rechte Gewalt in Brandenburg, herausgegeben von Gideon Botsch, Gesa Köbberling, Christoph Schulze, S. 347–378. Berlin: Metropol, 2023.
Radvan, Heike, Amadeu Antonio Stiftung. „Gender und Rechtsextremismusprävention“, Berlin: Metropol, 2013.
Wo finde ich Unterstützung gegen Rechtsextremismus?
Beratungsangebote und weiterführende Links
Das Demokratiezentrum Baden-Württemberg und Fachstellen
Demokratiezentrum BW |
demokratiezentrum-bw.deLEUCHTLINIE – Beratung für Betroffene von rechter Gewalt in Baden-Württemberg |
www.leuchtlinie.deFachstelle mobirex – Monitoring | Beratung | Information zur extremen Rechten und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit |
www.mobirex.deFachstelle Extremismusdistanzierung |
www.fexbw.deRecherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Baden-Württemberg |
www.rias-bw.de
Ausstiegsberatung konex
Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg |
www.konex-bw.de
OFEK e.V.
Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung. Standort Baden-Württemberg |
ofek-beratung.de/vor-ort/#bawue
ZEBRA
Zentrale Beratungsstelle für WeltanschauungsfragenBaden-Württemberg |
zebra-bw.com
Amadeu Antonio Stiftung
Forschungs- und Beratungsstelle |
www.amadeu-antonio-stiftung.de
Weiterführende Literatur

- Köttig, Michaela/Bitzan, Renate/Pető, Andrea (Hrsg.): Gender and Far Right Politics in Europe, Berlin 2017.
- Lang, Juliane: Rechtsextremismus und Geschlecht im Wandel, Berlin 2025.
- Miller-Idriss, Cynthia: Blood and Culture: Youth, Right-Wing Extremism, and National Belonging in Contemporary Germany, Durham 2009.
- Miller-Idriss, Cynthia: Hate in the Homeland: The New Global Far Right, Princeton 2020.
- Miller-Idriss, Cynthia: Man Up: The New Misogyny and the Rise of Violent Extremism, Princeton 2025.
- Mudde, Cas: Populist Radical Right Parties in Europe, 22. Aufl., Cambridge 2007.
- Mudde, Cas: The Far Right Today, Cambridge 2019.
- Mudde, Cas: Rechtsaußen: Extreme und radikale Rechte in der heutigen Politik weltweit. Übersetzt von Anne Emmert, Bonn 2020.
- Pates, Rebecca/Leser, Julia: The Wolves are Coming back: The Politics of Fear in Eastern Germany, Manchester 2021.
- Schilk, Felix/Probst, Hans-Ulrich/Müller-Huschke, Valerie/Ostern, Anna Rosa/Hüfner, Kilian (Hrsg): Hybrider Rechtsextremismus: Hegemonie und Eskapismus in (extrem) Rechten Netzwerken, Kulturen Und Narrativen, Bieldefeld 2026.
- Virchow, Fabian/Langebach, Martin/Häusler, Alexander (Hrsg.): Handbuch Rechtsextremismus, Berlin 2016.
- Weisskircher, Manès (Hrsg.): Contemporary Germany and the Fourth Wave of Far-Right Politics. From the Streets to Parliament, London 2024.
- Wodak, Ruth: The Politics of Fear: The Shameless Normalization of Far-Right Discourse, 2. Aufl., London 2020.
Populismus in Europa – Akteure, Strategien und Narrative
Zeitschrift Bürger & Staat 4-2025
Diese Ausgabe der Zeitschrift „Bürger & Staat“ beleuchtet gegenwärtige Trends des Populismus. Sie blickt auf den Wandel der Rechtsaußenparteien und den Aufstieg des Populismus in Europa. Ein Text beschäftigt sich mit der populistischen radikalen Rechten auf europäischer Ebene. Weitere Aufsätze bewerten Programmatik und Strategien des Populismus in den Themenfeldern Migration, Klima und Gender.
Bildlizenzen:
CC BY-SA 3.0
Letzte Aktualisierung: Juli 2026







