Baden-Württemberg
gegen Menschenfeindlichkeit
und Rechtsextremismus.

 

Mit Recht gegen Rassismus

Menschenrechtentscheidungen als Orientierungsrahmen für Soziale Arbeit und Empowerment

Ausgrenzung. Foto: Photo by Markus Spiske on unsplach.com
Ausgrenzung. Foto: Photo by Markus Spiske on unsplash.com

Überblick

Termin: 30. September 2019, 10 Uhr bis 17 Uhr

Ort: Stuttgart, Hospitalhof

Anmeldung: anmeldung@remove-this.adis-ev.de 

Kosten: Die Tagung ist kostenfrei.

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Das Themenfeld der Tagung

Rassismus ist Alltag in Deutschland. Viele Menschen werden durch ihn auf der Straße, in der Schule, an der Universität, im Beruf, bei der Wohnungssuche oder in der Freizeit durch persönliche Abwertungen und Angriffe, aber auch durch institutionell und strukturell verankerte Ausschlüsse benachteiligt und ausgegrenzt.

Menschen, die sich gegen diesen Rassismus zur Wehr setzen, stoßen immer wieder an Grenzen. Immer wieder werden die Erfahrungen nicht ernst genommen oder als Überempfindlichkeit abgetan. Ihre Stimme findet wenig Resonanz. Widerstand wird ihnen oft nicht zugestanden. Auch Kolleg*innen in der Sozialen Arbeit, die Menschen mit Rassismuserfahrung unterstützen wollen, tun dies oft aus einer eher defensiven Haltung. Dies müsste nicht sein.


Gesetzte gegen Rassismus

Rassismus ist durch nationale und internationale Gesetzgebung geächtet, zahlreiche Urteile von Gerichten und Entscheidungen von EU und UN-Gremien haben Menschen, die sich beschwert und geklagt haben, zu ihrem Recht verholfen. Damit haben sie Standards gesetzt, die auch für Deutschland verpflichtend sind.

Diese Menschenrechtsentscheidungen können von Rassismus betroffene Menschen wie ihre Bündnispartner*innen in der Sozialen Arbeit und in der Antidiskriminierungs- und Empowermentarbeit ein wichtiges Instrument sein. Sie können sich bei eigenen Auseinandersetzungen auf diese darauf berufen und ermutigt werden, auch selbst mit dem Mittel des Rechts eigene Rechte durchzusetzen.


Ziel und Zielgruppe

Mit der Tagung wollen wir diese Entscheidungen bekannt machen und damit das Wissen um die individuellen (Menschen)Rechte fördern. Ausgehend von konkreten Fällen reflektieren wir die Auswirkungen und Möglichkeiten in den verschiedenen Handlungsfeldern. Dies soll auch einen Raum für neue Bündnisse eröffnen.

Zielgruppe sind …

… Kolleg*innen aus der Antidiskriminierungsberatung und der Empowermentarbeit

… Kolleg*innen aus der Sozialen Arbeit, der Bildungsarbeit und Gemeinwesenarbeit

… sowie alle Menschen, die sich gegen Rassismus engagieren (wollen).

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Ablauf

09.30 Uhr Ankommen

10.00 Uhr Einführung und Begrüßung

10.15 Uhr Rassismus als Menschenrechtsverletzung

Prof. Dr. Nivedita Prasad, Alice-Salomon-Hochschule Berlin

11.30 Uhr Mit Recht gegen Racial Profiling: Strategische Prozesse und Kampagnenarbeit

Tarek Naguib und Mohamed Wa Baile, Schweizer Allianz gegen Racial Profiling

12.30 Uhr Mittagspause

13.30 Uhr Empowerment und der Kampf um Rechte (Lecture Performance)

Pasquale Rotter, Alice Salomon Hochschule Berlin

14.15 Uhr Pause

14.30 Uhr Workshops

16.30 Uhr Gemeinsamer Schluss

17.00 Uhr Ende

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