Baden-Württemberg
gegen Menschenfeindlichkeit
und Rechtsextremismus.

 

Förderprogramm
„lokal vernetzen – demokratisch handeln“

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Daher fördert das Landesprogramm „Demokratie stärken“ Projekte von Initiativen und Organisationen, die sich mit Partnern aus Zivilgesellschaft, Kommune und staatlichen Akteuren vernetzen. Die Projekte sollen darauf hinwirken, dass die Abwertung von Menschen wie z.B. durch Rassismus, Islamfeindlichkeit, Antisemitismus oder Homophobie keinen Platz in der Gesellschaft haben. Das Förderprogramm wird betreut durch die Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendbildung (LAGO). 

Das Förderprogramm „lokal vernetzen – demokratisch handeln“ tritt in eine neue Phase. Es unterstützt Initiativen, Bündnisse und Organisationen, die vor Ort handeln, damit die Abwertung von Menschen keinen Platz in der Gesellschaft bekommt. Das neue Format „klein aber fein“ legt den Schwerpunkt auf die Unterstützung von kleinen Initiativen, die Prozesse vor Ort anstoßen oder weiterentwickeln möchten. Hierfür bietet das Programm die Möglichkeit, neben Aktionen auch Vernetzungsaktivitäten, Qualifizierung und Beratung als Projektbausteine einzubeziehen. Neben einer finanziellen Förderung gibt es eine externe Begleitung durch geschulte Berater*innen. Diese Beratung kann bei Wunsch aufgestockt werden.

Die Laufzeit des Programms beginnt am 1. August 2017 und läuft bis zum 15. Dezember 2017. Die maximale Fördersumme beträgt 2.500 Euro. Anträge müssen bis zum 5. Juli 2017 bei der Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendbildung Baden-Württemberg e.V. (LAGO) eingereicht werden.

Die Anlaufstelle bei der LAGO berät die Projekte bei der Antragstellung und Durchführung.

Kontakt

Anne Stelzel und Stephanie Garff
E-Mail: vernetzung@remove-this.lago-bw.de
Tel: 0711 896915-19
zur Webseite

Termine

5. Juli 2017
Antrag per Post an LAGO

Juli 2017
Entscheidung über die Projekte durch Beirat

1. August 2015 bis 15. Dezember 2017
Durchführung der Projekte

Laufende Projekte

Teilseiend
„Heidelberger Muslime – selbstverständlich mitverantwortlich“

MOLKE Friedrichshafen, Netzwerkstelle FreiHafen
„Gesicht zeigen! Demokratie I Freiheit I Menschenwürde“

Stadtjugendring Biberach
„Brücken bauen für mehr Verständnis“

Netzwerk Antidiskriminierung Reutlingen/Tübingen
„T.A.L.K. – respect connects“

Werkraum Karlsruhe
„30. Treffen. 30. Protokolle“

Sompon Social Service, Esslingen
„Biographie – Arbeit für und mit Flüchtlingen“

Stadtjugendring Stuttgart
„Gedenkstätten – kulturelle Lernorte muslimischer Migrantenselbstorganisationen“

Jugendförderung Mannheim
„Tiefenschärfe“

Aktion Jugendzentrum Backnang
„Wir in Backnang“

Rückblick

Geförderte Projekte 2013 – 2014

Diakonisches Werk Breisgau-Hochschwarzwald
"Miteinander" schaffte Demokratieförderung und Prävention gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Kindergarten. Zielgruppe waren 100 Vorschüler in drei Kindergärten, deren Eltern und die Erzieherinnenteams in den Einrichtungen.
Das Diakonische Werk Breisgau-Hochschwarzwald im Netz: zur Webseite

Ev. Diakonieverband Calw - Fachberatung Migration
"Verschiedene Herkunft - gemeinsame Zukunft". Ein Projekt im ländlich-kleinstädtischen Nagold gegen Fremdenfeindlichkeit, Alltagsrassismus und Etabliertenvorrechte.
Der Diakonierverband Calw im Netz: zur Webseite

BruderhausDiakonie Stiftung Gustav Werner und Haus am Berg
Fachdienst Jugend Bildung Migration"Blickwinkel" war ein Theaterprojekt zur Förderung des Dialogs zwischen Jugendlichen und den lokalen Sicherheitsbehörden. Daneben gab es eine Kooperation mit dem Brückenhaus Kirchheim und der Beratungsstelle für Geflüchtete "Chai" in Kirchheim.
Die BruderhausDiakonie im Netz: zur Webseite

Stiftung Jugendhilfe aktiv

Theodor-Rothschild-Haus für Jugendhilfe Esslingen
"Laubhüttengarten" war ein Projekt mit Jugendlichen gegen Antisemitismus, Rassismus, Diskriminierung heute, das konkret an der Geschichte des Theodor-Rothschild-Hauses, dem ehemaligen "Israelitischen Waisenheim" bis 1939, ansetzte. Wo 1938 das Novemberpogrom stattfand, wurde ein Laubhüttengarten als Ort der Vielfalt und Toleranz errichtet.

Bündnis "Heilbronn sagt nein" c/o DGB Nordwürttemberg
Das Projekt unterstützen die Vernetzung zwischen dem Bündnis Heilbronn sagt nein! und Schulen sowie der Polizei vor Ort: Der Dokumentarfilm über die rechtsextreme Musikszene Film "Blut muss fließen" wurde am 24. und 25.10.2013 für Schüler, Lehrer und Mitarbeiter aus der Jugendarbeit sowie für die Öffentlichkeit in mehreren Vorstellungen gezeigt. Ziel des Projekts war es, die Schulen an das Thema und die Arbeit des Bündnisses heranzuführen, Kontakte mit der Polizei knüpfen und das Bündnis langfristig zu stärken.
Das Bündnis „Heilbronn sagt nein“ im Netz: zur Webseite

Türkische Gemeinde Baden-Württemberg
"Aktionen für Vielfalt und Toleranz" unterstützte Menschen, die Diskriminierung erfahren, dabei, die vermeintlich unveränderlichen Umstände als veränderbar zu erkennen und aktiv gegen Diskriminierung vorzugehen. Im Angebot waren eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen und Workshops sowie Einzelfallberatungen für Betroffene.
Die Türkische Gemeinde Baden-Württemberg im Netz: zur Webseite

Sompon Social Service Esslingen
"Fit für eine Welt" hatte zum Ziel, Betroffene von Diskriminierung zu stärken und für Rassismus Rassismus zu sensibiliseren. Das Projekt schaffte ein Bewusstsein für die Eine Welt in Esslingen und bot die Möglichkeiten für Begegnung und Austausch zum besseren Kennenlernen und dem Abbau von Vorurteilen und Fremdenfeindlichkeit.
Der Sompon Social Service im Netz: zur Webseite